Smart Home: Intelligentes Wohnen

Smart Home soll Energie sparen, die Wohnqualität erhöhen und für mehr Sicherheit sorgen

Mit dem Stichwort Smart Homes – deutsch intelligente Häuser – wird die Verbindung von Geräten aus den Bereichen Haustechnik, Haushalt und Multimedia in einem automatisch gesteuerten Netz bezeichnet.

Was bedeutet "Smart Home"?

Smart Homes ist ein Bereich der so genannten Gebäude-Automation. Smart Homes sollen Energie sparen, die Wohnqualität durch mehr Komfort erhöhen und für mehr Sicherheit sorgen. Neben Smart Homes gibt es eine Fülle von Begriffen, die das gleiche meinen: „Elektronisches Haus“ „eHome“, „Intelligentes Haus“, „Smart House“, „Smart Living“, oder „Vernetztes Haus“. Eine Sonderform der Smart Homes ist das „Ambient Assisted Living“, deutsch „umgebungsunterstütztes Leben“, kurz AAL. Hier wird eine vernetzte Wohnung eingerichtet um alten, behinderten oder kranken Menschen bei selbständigem Leben in ihrer Wohnung zu unterstützen.

Das kann ein intelligentes Wohnsystem

Die Prozesse laufen gesteuert von einer Rechenzentrale (wie einem PC) automatisch ab: Ein Präsenzmelder stellt beispielsweise fest, ob sich jemand im Raum aufhält oder nicht. In unbenutzten Räumen schaltet das System das Licht aus und passt die Temperatur automatisch an. Damit lässt sich Energie sparen.

Der Mensch macht dem System die Vorgaben – er sagt beispielsweise einem Kühlschrank, dass dieser sich melden soll, wenn das Verfallsdatum bestimmter Lebensmittel naht oder dass er das Licht automatisch herunterdimmen soll beim Fernsehgucken. Prinzipiell geht die Tendenz dahin, tragbare Geräte wie Smartphone oder Tablet als Befehlszentrale in solchen Smart Homes einzusetzen.

Ein Pilotprojekt: „Haus der Gegenwart“ in München

Ein Smart Home gibt es in Deutschland nur als Pilotprojekt: Es ist das 2005 gebaute Haus „Haus der Gegenwart“ in München, als Einfamilienhaus mit einer Kostenobergrenze von 250 000 Euro geplant und gebaut. Hier lassen sich alle elektronischen Vorgänge zentral steuern.

Die Bewohner können vom Notebook oder PC auch von unterwegs auf wichtige Funktionen zugreifen, den aktuellen Status abfragen und Beleuchtung, Fenster, Türen, Jalousien, Heizung oder die Gartenbewässerung einstellen. Jeder Bewohner kann dem Haus per Funk mitteilen, in welchem Zimmer er sich aufhält;  Beleuchtung, Raumtemperatur oder Hintergrundmusik können den Vorlieben gemäß angepasst werden. Trifft eine Mail ein, informiert das Haus den Empfänger am nächstgelegenen Bildschirm.

Smart Homes: Anwendungen in Deutschland

Derzeit sind solche Häuser noch Zukunft, da ein einheitlicher Standard fehlt, in dem sich die einzelnen Geräte verständigen. Doch in der Gebäudeautomation gibt es schon Teilanwendungen wie automatische Lüftungs- Heizungs-, Sonnenschutz und Klimasysteme oder automatisch gesteuerte Beleuchtungen. Diese werden zunehmend in modernen Bürohäusern oder Hotels aber auch in denkmalsgeschützten Gebäuden eingesetzt. Beispiele sind der Firmensitz von E.on Ruhrgas in Essen oder die Semperoper in Dresden.

Für Smart Homes wird international eine zunehmende Zahl von intelligenten Geräten entwickelt wie Kühlschränke, welche das Haltbarkeitsdatum der Lebensmittel anzeigen oder Tiefkühltruhen, die sich automatisch beim günstigsten Stromtarif einschalten. Auch Lösungen wie das Abschließen einer Tür oder die Steuerung von Geräten – beides per Smartphone –  werden erprobt. Besonders Geräte und Systeme, die Strom sparen gelten für Smart Homes als aussichtsreiche Kandidaten am Massenmarkt.

Ein Beispiel für umgebungsgestütztes Leben im Smart Home gibt es in Kaiserslautern mit dem „Pilotprojekt AAL Wohnanlage in der Albert Schweitzer Straße“.   Hier leben alte Menschen in Wohnungen, in denen sie beispielsweise per Tablet-PC die wichtigsten Hausfunktionen steuern können, per Tablet gibt es auch Multimedia. In den Wohnungen registrieren Sensoren die Aktivität die der Bewohner und können Alarm schlagen, wenn eine gesundheitlich kritische Situation naht oder eintritt.

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