Der Schmalbandfunk

Der Schmalbandfunk ist den meisten Menschen bekannt, auch wenn sie das Wort noch nie gehört haben: Fernbedienungen bei Garagentoren arbeiten in diesem Bereich genauso wie Baby-Phones.

Auch im M2M-Bereich wird der Schmalbandfunk angewandt. Klassisches Beispiel ist  hier der Barcode-Scanner – also der handliche Apparat, der über einen Strichcode beispielsweise auf einer Ware gezogen wird und die Strichcode-Infos dann weitergibt an eine Recheneinheit. Kleiner Nachteil der Technik: Es sollten nicht allzu viele Garagentore und Babyphones in der Nähe sein und dazwischenfunken.

Frequenzbereiche und Übertragungsgeschwindigkeit

Schmalbandfunk kann man in gebührenfreien oder gebühren- und zulassungspflichtigen Frequenzen betreiben.

Kostenlos und frei zugänglich ist beispielsweise der Betrieb im 433-Megahertz ISM-Band. ISM-Band steht für das englische Industrial, Scientific and Medical Band, bezeichnet also eine von vielen Frequenzbändern, die in bestimmten Ländergruppen oder weltweit für Funken im industriellen, wissenschaftlichen und medizinischen Bereich reserviert sind. Dieser Bereich ist in Deutschland gebührenfrei. Die Datenübertragungsrate liegt hier zwischen maximal 9,6 und 19,2 Kilobit pro Sekunde, die Reichweite beträgt bis zu fünfzig Meter.

Wer Schmalbandfunk beispielsweise im Bereich von 450 bis 470 Megahertz betreiben will, muss dagegen eine Zulassung beantragen und Gebühren zahlen. Auch hier ist die theoretische Höchstleistung bei 9,6 bis 19,2 Kilobit pro Sekunde. Beim Funken in gebührenpflichtigen Bereichen wird man weniger durch fremde Geräte gestört.

Typische Anwendung: Barcode-Scanner

Eine typische Anwendung ist ein mobiler Barcode-Scanner oder Handscanner: Der Scanner liest die Daten aus und sendet diese an eine Basisstation. Das kann eine Empfangsstation sein, die ihrerseits per Datenkabel an einen Rechner oder per Kabel oder Funk an ein komplettes Netzwerk angeschlossen ist. Die Empfangsstation dient dabei oft als Ladegerät für den Akku des Handscanners.

Als Vorteil des Schmalbandfunks gilt der geringe Stromverbrauch der Funkmodems, so hält der Akku in mobilen Geräten länger. Störung durch gleichzeitigen Einsatz von Rechnern die  WLAN oder Bluetooth verwenden ist ausgeschlossen, da diese per Breitband-Funk in einem weit entfernten Frequenzbereich von 2,4 Gigahertz senden.