M2M über GPS

Um Geräte orten zu können, greift man im M2M-Bereich auch auf Satellitenkommunikation zurück, vor allem um mittels Track & Trace Fahrzeuge und Personen nachverfolgen zu können.

Satelliten spielen hierbei eine wichtige Rolle, da Mobilfunknetze nicht eine derart globale Abdeckung kennen wie Satelliten sie ermöglichen. Um also Fahrzeuge oder Personen auch in abgelegenen Gegenden orten zu können, ist Satellitentechnik unumgänglich. Hierzu wird häufig das amerikanische Global Positioning Sytem (GPS) angewandt.

Jeder Punkt auf der Erde kann erfasst werden

Seit dem Jahr 2000 ist die zivile Nutzung von GPS möglich, vorher wurde die Ortung vom US-Militär bewusst ungenau gehalten. Mittlerweile findet GPS auch im M2M-Bereich immer mehr Anwendung, denn mit der Satellitentechnologie ist eine Ortung auf wenige Meter möglich. Insgesamt kreisen mittlerweile 29 Satelliten um die Erde, damit jeder Punkt auf der Welt stets von mindestens vier Satelliten erfasst wird. Nur durch die Daten von vier Satelliten, welche die notwendigen Koordinaten liefern, ist eine genaue Ortung möglich.

Bei der Maschinenkommunikation gibt es verschiedene Anwendungsbereiche, in denen die Einbindung von GPS-Ortung sinnvoll ist. So greifen Speditionen darauf zurück, um die Positionen ihrer Fahrzeuge nachverfolgen zu können. Dadurch ist ein besseres Flottenmanagement möglich. Der Disponent in der Leitstelle kann Lastwagen umdirigieren und stets über ihre Position informiert bleiben.

Geo-Fencing und Track&Trace

Neben dem reinen Nachverfolgen kann GPS-Technologie auch genutzt werden, um das sogenannte Geo-Fencing zu betreiben. Mit diesem Verfahren stellt man sicher, dass sich ein Objekt nur innerhalb eines definierten Bereichs aufhält. Damit können Speditionen Kontrollpunkte definieren, an denen Fahrzeuge sich zu bestimmten Zeitpunkten aufhalten sollen, um einen vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. Schafft das Fahrzeug es nicht, sich in einem bestimmten Zeitrahmen in einem bestimmten Bereich einzufinden, benachrichtigt das M2M-Modul die Leitstelle darüber.

Geo-Fencing kann auch zur Diebstahlsicherung verwendet werden. Vor allem Baumaschinen können so gesichert werden. Aber auch jedes andere bewegliche Objekt, zum Beispiel das eigene Auto, können so vor Diebstahl geschützt werden. Das Objekt wird nicht direkt vor der Entwendung geschützt, doch wenn es den definierten Bereich verlässt, löst es durch die veränderten GPS-Koordinaten Alarm aus. Der Besitzer und bei Wunsch auch Sicherheitskräfte werden augenblicklich darüber informiert.

GPS ist nicht allein

GPS ist nicht das einzige Satelliten-Navigationssystem der Welt. Russland hat mit  GLONASS ein eigenes System, das auf russischen Satelliten basiert. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verfiel dieses zunächst, doch seit dem April 2010 gilt es als größtenteils repariert und funktionstüchtig.

Auch Europa plant mit Galileo ein eigenes Navigationsnetz, das unabhängig von GPS sein wird. Dafür arbeitet die EU mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA zusammen. Im Jahr 2014 soll Galileo an den Start gehen.

Die Chinesen haben ebenfalls ein eigenes System: COMPASS. Es ist seit 2007 in Betrieb, aber noch nicht vollständig aufgebaut. Im fertigen Zustand werden 35 Satelliten die Erde umkreisen und den gesamten Globus für COMPASS abdecken. Das neue Navigationssystem wird keine Erweiterung des bestehenden, chinesischen „Beidou“ sein, sondern ein eigenständiger Nachfolger.