RFID Transponder

RFID Transponder sind kleine Funksender, die per Funk eingehende Abfragen beantworten. Sie haben oft die Form von kleinen Etiketten im Englischen werden sie deshalb auch „RFID tags“ genannt.

Die RFID Tags dienten im M2M-Bereich zunächst der Identifizierung und Lokalisierung von Objekten. Die klassische Anwendung in diesem Bereich ist die Diebstahlsicherung in Warenhäusern oder Kaufhausfilialen. Das kleine Funketikett, das an der Kleidung angebracht ist, schlägt dabei Alarm, wenn es durch die elektronische Sperre am Ausgang getragen wird. Eine weitere Anwendung ist die Inventarisierung von Artikeln mit RFID in sogenannten transpondergestützten Inventursystemen.

Mittlerweile sind RFID Transponder oder RFID Tags auch in anderen Bereichen tätig – RFID Tags wurden um die Sensorfunktion erweitert und geben in M2M-Systemen auch Informationen wie Druck, Temperatur oder Feuchtigkeit weiter; diese Informationen können dann von M2M-Systemen ausgewertet werden.

Die Funkfrequenzen der Transponder

Im Bereich von  30 bis 500 Kilohertz funken Transponder, die eine geringe Reichweite brauchen und wenige Daten übertragen. Solche Transponder werden für den Einsatz in der Industrie angeboten, bislang in den klassischen RFID-Bereichen wie Zugangskontrolle, Wegfahrsperre und Lagerverwaltung.

Die sogenannten Smart Tags, welche in Etiketten eingebaut werden, funken zwischen 3 und 30 Megahertz. Diese Transponder haben eine kurze bis mittlere Sende-Reichweite. Auf den Frequenzen 433 Megahertz sowie  850 bis 950 Megahertz kann man vergleichsweise hohe Reichweiten bekommen und mehr Daten übertragen. Hier werden Transponder eingesetzt zur Identifizierung von Paletten und Containern aber auch – wegen der hohen Reichweite – auf Produkten für Endverbraucher wie Kleidung.

Die Frequenzen von 2,4 bis 2,5 Gigahertz oder 5,8 Gigahertz und mehr sind mobilen Anwendungen vorbehalten, die Reichweite liegt zwischen 0,5 und 6 Metern, die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten ist sehr hoch. Transponder mit dieser Frequenz arbeiten zum Beispiel an Mautstationen oder bei Waggons in Bahnhöfen oder Lkw in Einfahrten.

Neue Anwendungen im M2M-Bereich

RFID ist eine Technik, die bisher begrenzt in M2M-Systemen eingesetzt wurde – zur Ortung und Identifizierung im Nahfunkbereich. Die meisten M2M-Systeme arbeiteten andererseits mit Techniken, die eine größere Reichweite haben – anfangs mit Kabelverbindungen, dann zunehmend mit Mobilfunk oder mit der Funktechnik WLAN.

Mittlerweile kommen jedoch auch RFID-basierte Systeme zum Einsatz, die um Sensor-Funktionen weitert wurden. Sie kommunizieren entweder direkt mit einem Lesegerät oder untereinander in einem vermaschten Netz, so schreibt die US-amerikanische Zeitschrift „RFID Journal“.

Demzufolge gibt es Firmen, die einen RFID Transponder einsetzen, der mit einem Sensor verbunden ist. Der Sensor ermittelt das Gewicht in einem Lager von Ersatzteilen oder Produktionsteilen. Geht in einem Lagerteil das Gewicht herunter, wird die Menge der benötigten Teile ermittelt und kann automatisch beim Produzenten nachbestellt werden. RFID-basierte Systeme werden beim Transport von Komponenten für Militärflugzeuge genutzt um sicherzustellen, dass diese nicht zu lange zu hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind. Das Transportunternehmen DHL setzt RFID mit Sensoren ein, um temperaturempfindliche Medikamente vor zu großer Hitze oder Kälte zu schützen.