Aktoren

In M2M-Netzen bezeichnen Aktoren Geräte, welche die Steuerbefehle des Zentralen Rechners in eine mechanische Bewegung umsetzen oder Größen wie Helligkeit oder Temperatur anpassen.

Durch den zentralen Rechner wird in diesem Fall unter vorgegebene Bedingungen ein bestimmter Steuerbefehl ausgegeben und dann von einem Gerät oder Geräteteil, dem Aktor, ausgeführt.

Die Aktoren regulieren damit ein System. Die Regeln, nach denen das System reguliert wird, werden vom Menschen im M2M-System vorgegeben.

Was die Aktoren machen

Das klingt reichlich abstrakt. Nehmen wir ein Beispiel: In ein M2M-gesteuertes Hotelzimmer scheint die Sonne. Das System hat die Regel: „Bei Sonnenschein Rollos runter“. Die Sensoren messen den Sonnenschein, geben die Daten an den Rechner weiter. Der sagt dem Rollo-Motor: „Rollos runter“. In diesem Fall ist der Aktor der Rollo-Motor, der eine mechanische Bewegung ausführt – nämlich das Herunterlassen des Rollos.

Ein zweites Beispiel: Die Beleuchtung eines Parkplatzes wird von einem M2M-System geregelt. Sensoren stellen fest: es ist zu dunkel. Der zentrale Rechner gibt an elektronische Bauteile in den Lampen den Befehl: „Lampen heller brennen lassen“. Die elektronischen Bauteile sorgen nun für mehr Licht, sie sind in diesem Fall die Aktoren die eine bestimmte physikalische Größe wie Helligkeit anpassen. Aktoren können Licht an- und ausknipsen,  in einem Gewächshaus die Bewässerung einschalten, sie können elektrische Haushaltsgeräte wie Tiefkühltruhe, Waschmaschine oder Trockner dann einschalten, wenn der Stromtarif besonders günstig ist.

Das sind die einfacheren Anwendungen. In industriellen M2M-Anwendungen werden Aktoren eingesetzt beispielsweise bei der Fernsteuerung oder Fernwartung von Maschinen oder Anlagen.

Die Stellung des Aktors im M2M-System

Nicht alle M2M Systeme verfügen über Aktoren. Manche M2M-Systeme reagieren auf die eingehenden Daten automatisch und führen dann bestimmte Aktionen aus, andere stellen nur Informationen bereit. Systeme, die automatisch reagieren und Veränderungen und Anpassungen durchführen brauchen einen Aktor.

Nehmen wir einen Getränkeautomaten, der an ein M2M-System angeschlossen ist. Er kann beispielsweise nur weitergeben, wie viele Getränke von welcher Sorte er noch an Lager hat. Wird ein bestimmter Wert bei einer Getränkesorte unterschritten, fährt jemand los und füllt nach. Dieses M2M-System kommt ohne Aktor aus.

Hat der gleiche Getränkeautomat noch einen Sensor, der die Temperatur misst und im M2M-System einen Steuerbefehl, der die Kühlanlage einschaltet, wenn die Getränke zu warm sind, braucht es einen Aktor – nämlich das Bauteil, dass die Kühlanlage einschaltet.