M2M-Tarife

Im M2M-Bereich werden einige feste Tarife für die Datenübertragung per Mobilfunk angeboten. M2M-Tarife für die leitungsgebundene Übertragung gibt es nicht.

insgesamt sehen die großen Telekommunikationskonzerne M2M-Datenübertragungen vor allem in Ihrem Mobilfunknetz vor. Dies entspricht einem dem allgemeinen Trend:  Während früher M2M-Vebrindungen auch schon mal über analoge Telefone oder ISDN-Telefonanschlüsse aufgebaut wurden, setzt sich  mittlerweile das Mobilfunknetz als Hauptträger durch.

Einige Anbieter im Mobilfunkbereich verlangen Festpreise, diese werden auf der Webseite des entsprechenden Unternehmens mitgeteilt. Bei anderen wird der Preis für die Datenübertragung auf Anfrage mitgeteilt und ist offensichtlich verhandelbar. Er dürfte dann – legt man allgemeine Erfahrungen in diesem Bereich zugrunde – davon abhängen, wie viele Anschlüsse in Form von Sim-Karten benötigt werden und ob man bei dem Telekommunikationsanbieter oder dessen Tochterunternehmen noch andere M2M-Leistungen einkauft wie beispielsweise ein M2M-System als Komplettlösung oder einzelne Teile für ein solches System.

So finden Sie den günstigsten M2M-Tarif

Wenn man einen M2M-Tarif bucht, ganz gleich ob es ein Festtarif oder ein ausgehandelter Tarif ist, sollte man auf eine Fülle von Kleinigkeiten achten, die sich insbesondere im Kleingedruckten befinden. Erst wenn man die eigenen Datenströme erfasst hat und abschätzt, wie viel deren Übertragung im jeweils angebotenen Tarif kostet, kann man das wirklich günstigste Angebot auswählen.

Generell gilt: Wenn Sie einen M2M-Tarif auswählen sollten Sie sich von einem unabhängigen IT-Experten beraten lassen, je größer das Unternehmen und je vielfältiger die geplanten M2M-Anwendungen, desto höher ist der Beratungsbedarf.

Tipps: So schätzen Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis ab

Aber Sie können auch eine eigene Abschätzung vornehmen. Dabei sollten Sie insbesondere Kosten und Leistung vergleichen. Auf der Kostenseite sind zu beachten:

- Grundkosten eines Tarifes;

- Anschlussgebühren, Grundgebühren, Gebühren für Datenpakete plus Zusatzpakete wie SMS;

- Abrechnungsmodus: Versteckte Kosten entstehen hier durch Aufrundung von Datenblöcken, Sie müssen beachten in welchen Einheiten abgerechnet wird und wie die Taktung ist;

- Mehrkosten bei Überschreiten der im Tarif vorgesehenen Datenmenge;

- Werden Gebühren für Zusatzleistungen erhoben wie feste IP-Adresse, Papierrechnung, wie hoch sind diese;

- Wie lange ist die Vertragslaufzeit; das ist wichtig, wenn man mal auf einen günstigeren Tarif umsteigen will.

Nehmen wir einmal den Abrechnungsmodus. Hier können insbesondere über die sogenannte Blockrundung Mehrkosten entstehen. Wie funktioniert eine solche Blockrundung? Viele Tarife zur Datenübertragung sehen Aufrundungen vor – und die werden auch durchgeführt, wenn keine Nutzerdaten übertragen wurden. Beachten sollen Sie daher, in welchen Blöcken abgerechnet und wie häufig aufgerundet wird. Aufgerundet wird, so berichten M2M-Blogs im Internet, immer nach einer Unterbrechung der Sitzung. Je nach Tarif und Anbieter kann nochmal aufgerundet werden nach einem Tag (also 24 Stunden), nach einem Kalendertag (also um Mitternacht), im Extremfall sogar jede Stunde.

Klar ist: je häufiger aufgerundet wird und je größer die Abrechnungseinheit ist, auf die aufgerundet wird desto teurer wird es für Sie.

Andererseits sollten Sie nicht nur auf die Kosten achten, sondern auch darauf, was Ihnen geboten wird. Hier sollten Sie diese Punkte beachten:

- Wie ist die Netzabdeckung am vorgesehenen Standort. Diese Frage ist wichtig bei stationären Anwendungen, hier müssen Sie je nach M2M-System nicht nur die Qualität des Datenfunkempfangs im Freien sondern auch die im Inneren der Gebäude beachten;

- Wie gut ist die Netzabdeckung insgesamt, diese Frage ist wichtig bei mobilen Anwendungen. Für solche mobilen Anwendungen reichen oft vergleichsweise langsame  Datenfunktechniken wie GPRS oder EDGE in GSM-Netzen, also sollten sie sich insbesondere anschauen, wie gut das GSM-Netz mit diesen Techniken ausgebaut ist;

- Welche Zusatzdienste wie SMS-Pakete werden angeboten.

Mögliche Kosten

Es gibt Tarife, bei denen eine feste Datenmenge gegen eine fixe Grundgebühr verkauft wird und solche, bei denen man eine flexible Datenmenge buchen kann. Darüber hinaus haben manche Anbieter noch internationale Datenverbindungen im Angebot.

Alles in allem sind die Spannen bei den im Internet veröffentlichten Preisen sehr hoch, es lohnt sich also zu vergleichen und zu verhandeln.  Folgende Preise haben wir für nationale M2M-Verbindungen innerhalb Deutschlands gefunden:

Die Anschlusspreise liegen zwischen 9,90 und 24 Euro. Ein Megabyte gibt es ab 19 Cent, 5 Megabyte zwischen 95 Cent und 5,50 Euro. Monatliche Grundgebühren liegen ohne Daten zwischen 1,99 Euro und 3,90 Euro. Die Datenpakete reichen bis zu 10 Gigabyte für über 40 Euro. Überschreitet man die gebuchte Datenmenge, muss man mehr zahlen. Bei manchen sind diese Mehrkosten nach der Höhe des Grundtarifs gestaffelt anders gesagt: Je größer die gebuchte Datenmenge desto geringer sind die Gebühren für  zusätzliche Daten, die Preise pro Megabyte zusätzlich verbrauchter Daten liegen zwischen 44 Cent und 3 Euro.