19.07.2017

Branchenverband M2M Alliance mit neuem Vorstandsvorsitzenden

Seit März 2016 steht die M2M Alliance unter neuer Leitung. Mit Andreas Fink wurde ein Mann zum Vorstandvorsitzenden gewählt, der Theorie und Praxis, Forschung und Anwendung in einer Person vereint. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Rostock kennt er die eine Seite sowie als Vertriebsleiter des Familienunternehmens Elektro – Fink Schaltanlagenbau auch die andere Seite des Geschäftsbereiches. In einem ausführlichen Interview mit dem Branchen-Server funkschau erklärt Fink seine Position und seine Ziele.

Die M2M Alliance ist der größte Branchenverband Europas in diesem Bereich. Fink erläutert, dass die Konzeption „M2M“ (machine to machine, Maschine mit Maschine) keineswegs aus der Mode gekommen ist, da jetzt in der Branche vor allem über IoT (Internet of Things, Internet der Dinge), Industrie 4.0 oder Digitale Transformation gesprochen wird. „Der Begriff ist nicht brandneu, doch für eine so große Organisation wie die M2M Alliance ist er genau der richtige. Schließlich vereinen wir IoT, Industrie 4.0, die Digitale Transformation und die Interessen der jeweiligen Unternehmen und Organisationen unter einem Dach“, so Fink über das Selbstverständnis des Branchenverbands.

Weitere Internationalisierung geplant

Der Verband selbst hat derzeit 85 Mitglieder aus 14 Ländern, doch die Internationalisierung soll zunehmen. Im Vorstand sitzen ausschließlich Deutsche, aber dass sei geschuldet der Tatsache, dass  deutsche Ingenieure mit der Vernetzung von Maschinen begonnen haben. Fink betont: „Richtig eingesetzt bringt uns die Vernetzung von Geräten und Maschinen zusätzliche Zeit und Transparenz.“ Natürlich birgt zunehmende Transparenz auch Gefahren, doch sie lässt sich nicht aufhalten, denn die nächste industrielle Revolution ist in vollem Gange, wie auf der Industriemesse in Hannover leicht einzusehen war. Überall wurde dort mit dem Begriff Industrie 4.0 operiert.

Politik sollte auf Digitalisierung reagieren

Fink fordert von der Politik eine bessere und klarere Strukturierung der Kompetenzen. „Man macht sich als Außenstehender keine Vorstellung davon, wie viele Politiker Staatssekretäre und Beamte beim Thema Vernetzung mitsprechen.“ Der Vorstandvorsitzende der M2M Alliance regt deshalb zur Schaffung einer Zentralstelle an, etwa auf Landes- oder Bundesebene, die als Ansprechpartner für die Branche dienen soll. Eine wichtige Aufgabe für ein solches Organ sei auch die Schaffung von verlässlichen Rechtsgrundlagen. Smart Meter beruhe auf unsicherem Rechts-Grund und sei deshalb in seiner Entwicklung eingeschränkt. Als nächste Herausforderung steht das Thema Autonomes Fahren vor der Tür.

Konkret vor der Tür steht für die M2M Alliance und für deren Vorsitzenden Fink die Vorbereitung des M2M Summits in Düsseldorf am 5. und 6. Oktober. Beim zehnjährigen Jubiläum sollen noch mehr Aussteller die wichtigste Veranstaltung rund um M2M besuchen. Unter dem Motto „Digital Transformation powered by M2M“ sollen Entwickler und Anwender, Start ups und Inverstoren die Möglichkeit erhalten, miteinander in Kontakt zu kommen und ihre neuen Lösungen zu präsentieren und sich zu vernetzen. 

GL