09.04.2015

IBM: Internet der Dinge bekommt eigene Sparte

Der Computerkonzern IBM plant Milliarden in das Geschäft mit dem Vernetzen von Techniken – auch Internet der Dinge genannt – zu investieren. Bereits seit einiger Zeit wertet der Konzern für Kunden Daten von vernetzten Triebwerken oder aus dem öffentlichen Nahverkehr aus.

Internet der Dinge ist IBM 4 Milliarden US-Dollar wert

IBM will mit einer 3-Milliarden-Finanzierung dem Internet der Dinge eine eigene Sparte widmen. Dafür arbeitet der Konzern an einer offenen Cloud-Plattform, wo Unternehmen eigene Anwendungen dafür laufen lassen können. Der Zeitraum für die Etablierung der neuen Sparte ist auf vier Jahre angelegt.

IBM betreibt bereits eine Plattform zum Auswerten großer Datenmengen. Darauf greifen unter anderen Städte wie Montpellier oder Dublin zurück. Der deutsche Autozulieferer Continental ist zudem dabei, in Zusammenarbeit mit IBM eine Plattform für die Autovernetzung zu entwickeln. Auch der Triebwerks-Hersteller Pratt & Whitney nutzt die IBM-Infrastruktur, um den Zustand von mehr als 4000 vernetzten Turbinen zu kontrollieren.

Neue Plattform als Instrument für Daten-Auswertung

Mit der Etablierung einer neuen Sparte will IBM alle bisherigen Projekte unter einem Dach bündeln. Zudem wolle man mit dem Vorhaben vermeiden, dass anfallende Daten aus welchen Gründen auch immer nicht ausgewertet oder beachtet werden. Laut IBM erhalten 90 Prozent der in Unternehmen anfallenden Daten keine angemessene Auswertung. Ein Großteil von diesen Daten verliere schnell an Wert. Aus diesem Grund will IBM seinen Kunden ein Werkzeug zur Verfügung stellen, mit dem sie ihre Daten in den Cloud-Diensten von IBM zusammenzuführen können.

Autor: ES