28.10.2014

„Internet of Things“ beflügelt M2M-Branche

Immer mehr Unternehmen nutzen M2M-Technologien – also Anwendungen mit deren Hilfe Maschinen miteinander kommunizieren können. Vor allem das „Internet of Things“ ist ein Grund für den rapiden Anstieg der Nachfrage.

Rasantes Wachstum des weltweiten IP-Datenverkehrs

M2M wurde bisher vor allem in der Logistik und bei Energieunternehmen genutzt. In anderen Branchen war das Interesse hingegen gering. Das scheint sich mit dem „Internet of Things“ jetzt zu ändern. „Der Anwender steht jetzt mehr im Mittelpunkt. Und mit dem Internet of Things, über das Lösungen und Anwendungen zunehmend verknüpft werden, steigt die Nachfrage in den unterschiedlichsten Branchen deutlich an“, erklärt Eric Schneider von der M2M Alliance.

Der weltweite IP-Datenverkehr wird von 2012 bis 2017 auf 1,4 Zettabyte pro Jahr steigen. Dies prophezeit Dr. Bernd Heinrichs, Managing Director EMEAR Industrial (IOT) Solutions bei Cisco. „Alleine durch IoE nehmen weltweit die M2M-Verbindungen in diesem Zeitraum um das Dreifache auf sechs Milliarden zu, und der jährliche IP-Verkehr darüber um das Zwanzigfache auf 3,9 Exabyte. Dies entspricht dann bereits drei Prozent des gesamten IP-Verkehrs“, so Heinrichs.

M2M Summits: „From technology to business“

Der Grund für das Wachstum sind M2M-Anwendungen wie Videoüberwachung, intelligente Stromzähler oder Nachverfolgung von Waren und Paketen. Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile von M2M und setzen entsprechende Lösungen ein.

Um das stetig steigende Interesse weiter voranzutreiben, will die M2M Alliance als Ausrichter einer der weltweit größten M2M-Veranstaltung den Austausch zwischen Entwicklern und Unternehmen sowie Behörden weiter unterstützen. Das Motto des diesjährigen M2M Summits im Congress Center Düsseldorf lautet „M2M – From technology to business“. Der Fokus ist dabei gerichtet auf den Vorteilen von M2M, dem Internet of Things und Industrie 4.0.

M2M-Einsatz in Städten und Ländern

Auch einzelne Bundesländer und Städte zeigen immer mehr Interesse an M2M-Lösungen. So ist beispielsweise Hamburg dabei, sich zur Smart City zu machen. So will die Stadt eine intelligente Steuerung der Straßenbeleuchtung, ein Smart-Traffic-System unter anderem zur automatischen Früherkennung von Verkehrsstörungen, eine Sensoren-basierte Überwachung der Infrastruktur sowie virtuelle Bürgerservice-Lösungen einführen.

„Die künftigen Möglichkeiten durch die Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Objekten werden nicht nur Städte und Kommunen revolutionieren, sondern auch den Bürgern mehr Komfort bieten“, sagt Frank Horch, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. „Unsere Verantwortung ist es, durch entsprechende Rahmenbedingungen diese Entwicklungen in die richtigen Bahnen zu lenken, damit Chancen genutzt und Herausforderungen bewältigt werden.“

ES