12.03.2012

M2M: BMW kooperiert mit Vodafone

Der Automobilhersteller BMW will ab Sommer 2012 seine Neuwagen mit eingebauter Sim-Karte ausstatten. Netzpartner ist Vodafone, wie der Mobilfunker auf der Cebit in Hannover mitteilte.

Zusätzlich haben beide Unternehmen einen Machine-to-Machine-Rahmenvertrag (M2M) über 5 Jahre abgeschlossen.

Notruffunktion und Concierge Service

Die neuen BMW-Modelle sollen ab Sommer 2012 mit einem Sim-Chip ausgestattet werden. Damit will der Münchener Autohersteller nach Angaben von Vodafone seine Fahrzeuge vernetzen. So haben Kunden künftig Zugriff auf In-Car-Services wie die BMW-Online-Dienste, einen persönlichen Concierge Service, der für den BMW-Fahrer rund um die Uhr zur Verfügung steht, sowie auf die Notruffunktion.

Darüber hinaus soll auch das von der EU geplante automatische Notrufsystem für Kraftfahrzeuge – genannt "eCall" – angeboten werden. Bei einem Verkehrsunfall wird somit automatisch der Notruf ausgelöst. Ab 2015 soll jeder Neuwagen serienmäßig mit der Sim-Karte ausgestattet sein.

Eine sichere Sim-Karte

Auch das Thema Sicherheit wird groß geschrieben. So verfügt die Sim-Karte über ein Sicherheitsprogramm. Die "Secure Sim" ermöglicht laut Vodafone den sicheren Zugang zu Datennetzen und bildet die Grundlage für abhörsicheres Telefonieren sowie die Verschlüsselung des E-Mail- und SMS-Verkehrs. Das Sicherheitsprogramm läuft über eine App. Zudem ist die Verschlüsselung geräteunabhängig. Das Sicherheits-Konzept hat der Düsseldorfer Netzbetreiber zusammen mit dem Münchener Technologiekonzern Giesecke & Devrient entwickelt.

Wenn Maschinen miteinander kommunizieren

Darüber hinaus haben BMW und Vodafone einen Machine-to-Machine-Rahmenvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag – mit einer Laufzeit von 5 Jahren – sieht vor allem Pläne für eine car2car-Kommunikation vor.

M2M steht für die Kommunikation zwischen Maschinen. Jan Geldmacher, Geschäftsführer Firmenkundengeschäft Vodafone Deutschland, sieht in M2M einen Baustein für die weitere Expansion des Firmenkundengeschäfts, das mittlerweile ein Drittel zum Umsatz des Netzbetreibers beiträgt.

Autor: ES